K&K – Bündnis Kunst und Kind München
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Am 1. März ist Equal Care Day
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Nach dem großen Erfolg 2024 freuen wir uns sehr, dass wir unter dem Motto „Care Utopien“ auch 2025 wieder einen Equal Care Day in München ausrichten werden. Das Bündnis Equal Care MUC, das sich die gerechte Verteilung von Sorgearbeit auf die Fahnen geschrieben hat, lädt alle Interessierten ein, sich auf einer ganztägigen Veranstaltung irgendwo zwischen Konferenz und Festival mit den großen Fragen unserer Zeit zu befassen: Wer sorgt in der Stadt unter welchen Bedingungen und kann gesellschaftliche Fürsorge heute überhaupt noch aufrechterhalten werden? |
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Am 24. Mai 2024 fand die visual artists | diverse conditions-Konferenz in Berlin und in Stockholm in Kooperation mit der Artists' Association of Sweden sowie in Partnerschaft mit der IAA Europe und On The Move statt. Welche Auswirkungen haben neben länderspezifischen kultur-, kunst- und sozialpolitischen Rahmenbedingungen Merkmale wie u.a. Alter, Geschlecht, Herkunft/Sprache und die geografische Verortung (bzw. der Wohnort) für die Arbeit von bildenden Künstler*innen? Inwieweit ist die Existenz oder Abwesenheit von Diversitätsstrukturen in bspw. Institutionen für das Arbeiten von Künstler*innen spürbar? An einem Round Table und digital diskutierten die Teilnehmer*innen die Rahmenbedingungen künstlerischer Arbeit in Europa unter dem Gesichtspunkt der Diversität. Es gab viele persönliche Erfahrungsberichte zu hören, sowie Inputs zu den drei Fokusblöcken. Mit Blick auf Diversitätsfragen diskutierten die Teilnemer*innen die Themen Sozialversicherung und Rente, Verbände und Strukturen, sowie Förderungen und Arbeitsräumen als Rahmenbedingungen künstlerischer Arbeit in Europa. Mehr Information zu den Teilnehmer*innen (auf Englisch). Anna Schölß nahm stellvertretend für K&K am Kongress teil.
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Buchempfehlung:
Caring Infrastructures, Transforming the Arts
through Feminist Curating
von Sascia Bailer
Coverbild: Hannah Cooke, Ada vs. Abramović, 2018
Care has become a trend in the art field, but much of the recent curatorial focus seems to be limited to symbolic gestures through exhibitions and public programming. These efforts, however, have led to few (infra)structural changes. The need remains for bringing about fair working conditions, gender equity, and support structures for caregivers and care-receivers. In response, Sascia Bailer redefines »curatorial care« as an infrastructural practice grounded in feminist care ethics that provides »care for presence« for diverse audiences. Drawing from socially engaged curatorial and artistic practices, she offers hands-on propositions for constructing caring infrastructures and provides a micro-political roadmap for curating with care.
Als Buch erhältlich oder als digital Download
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Stuttgart, 15. - 23. 11. 2024
K&K ist dabei in Stuttgart zum großen Netzwerktreffen mit Ausstellung, Podiumsdiskussion und Fanzine. Kommt vorbei – schaut Kunst mit uns, lernt die Künstler*innen kennen, hört bei der Lesung von Slata Roschal zu, kauft das Fanzine, diskutiert nach dem Panel mit, esst mit uns Feines von der Matriarchalen Volksküche & vernetzt Euch mit anderen Akteur*innen aus Kunst und Gesellschaft. Alle aktuellen Infos finden sich auf der Website von Mothers*, Warriors, and Poets.
Programm
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Online Vortrag im Rahmen von UPDATE K&K – Bündnis Kunst und Kind ist eine Initiative, die sich für die Interessen von Künstler*innen mit Kindern einsetzt. K&K betreut ein Netzwerk, veranstaltet Ausstellungen und diskursive Treffen sowie Aktionen im öffentlichen Raum. Dabei geht es um Netzwerkbildung, das gemeinsame Arbeiten an Projekten sowie das Bündeln von Informationen. K&K hat Künstler*innen mit Kindern in den letzten Jahren eine wichtige Plattform geschaffen und macht auch überregional mit Bündnispartnerinnen auf die schlechte Vereinbarkeit von Carework und Kunst aufmerksam. |
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Pressemitteilung
fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen feiert einen Erfolg beim Parlamentarischen Frühstück am vergangenen Freitag im Hamburger Bahnhof. Rednerinnen* der Berliner Initiative und ihrer Bündnispartnerinnen* aus München, Freiburg und Hamburg erfahren großen Zuspruch von geladenen Politikerinnen* und Kulturverantwortlichen aus Ausstellungshäusern und Verbänden. fair share! erhält erste Interessensbekundungen hinsichtlich der Einführung von Wiedereinstiegsstipendien für Künstlerinnen* mit Sorgeverpflichtung auf Bundesebene. Künstlerinnen*, die Kinder bekommen oder Angehörige pflegen, weisen Lücken und eine geringere Ausstellungsdichte in ihrer Arbeitsbiographie auf. Sie haben seltener Residenzstipendien besucht, da sie weniger mobil sind. Sie haben oftmals weniger Ausstellungen gemacht und weniger Preise erhalten, da sie sich viele Jahre lang um ihre Kinder oder Angehörige kümmern. In dieser Zeit können sie weniger Netzwerkarbeit leisten, weil die relevanten Termine (Eröffnungen) zu familienfreundlichen Zeiten stattfinden. Wiedereinstiegsstipendium für Bildende Künstlerinnen* nach Sorgeverpflichtung „Dadurch folgt eins auf das andere: Wird man weniger gesehen, wird man seltener zur nächsten Ausstellung eingeladen, bekommt man weniger Förderzuschläge, kann man wieder weniger Arbeiten produzieren“, berichtet Gabi Blum, K&K – Bündnis Kunst und Kind München. „Das heißt aber nicht, dass die Qualität der Arbeiten von Künstlerinnen mit Kindern schlechter ist als die der männlichen Kollegen oder die von Kolleg*innen ohne Kinder. Zudem findet teilweise sogar eine Tabuisierung von Mutterschaft statt: “Künstlerinnen mit Kindern werden von Ausstellungen und Stipendien wieder ausgeladen, wenn herauskommt, dass sie Kinder haben oder sie gerade schwanger sind.“ Daher fordern die Aktivistinnen* die Einführung von bundesweiten Wiedereinstiegsstipendien für Künstlerinnen* mit Care-Aufgaben. Sie schlagen vor, dass beispielsweise die Stiftung Kunstfonds jährlich 10 Stipendien dotiert mit monatlich 3000 Euro und mindestens 12 Monaten Laufzeit vergibt, mit abschließender Ausstellung und Publikation zur Erhöhung der Sichtbarkeit der Stipendiatinnen*. Caring Culture Lab
kunst+care ist ein Projekt von fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen mit Ines Doleschal, Ellen Louise Weise, Delia Keller und Alice Münch; unterstützt von Conny Becker, Beatrice Miersch, Karin Meyer, Annamaria Kardos u.a. Unsere Netzwerkpartnerinnen*: Marcia Breuer, Mehr Mütter für die Kunst., Hamburg; Gabi Blum Unser Dank gilt Till Fellrath und dem Team des Hamburger Bahnhof für die großzügige Unterstützung! fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen e.V. | Köthener Str. 44, 10963 Berlin fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen e.V. |
Links zu den relevanten Dokumenten:
Hand Out der Key Notes "Yes, we care!"
Presse-Information Yes, we care! 27.09.2024
Berichterstattung auf Deutschlandfunk, 06.10.24:
Warum die geplanten Kultur-Kürzungen 2025
vor allem KünstlerINNEN treffen
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Am 24. Mai 2024 von 10-17 Uhr lädt die IGBK gemeinsam mit der Artists' Association of Sweden, sowie in Partnerschaft mit der IAA Europe und On The Move, zur Projektkonferenz visual artists | diverse conditionsein.
In Berlin und in Stockholm findet zur selben Zeit ein miteinander verbundenes Round-Table-Gespräch statt. Ca. 30 Expert*innen aus der Bildenden Kunst (Künstler*innen/ ehrenamtliche Verbandsvertreter*innen), aus Kulturinstitutionen und aus den Wissenschaften diskutieren die Rahmenbedingungen künstlerischer Arbeit im europäischen Raum unter dem Gesichtspunkt der Diversität. Auch eine Beteiligung per Zoom ist möglich. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Hier ist das Programm veröffentlicht (auf English)
Anna Schölß nimmt teil und vertritt die Interessen von K&K – Bündnis Kunst und Kind sowie unseren Netzwerkpartnerinnen.
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Mütter. Mutterschaft. Kunst. 3 Säulen dieses Themenbandes. Kann eine gute Mutter auch eine erfolgreiche Künstlerin werden? Eigentlich eine unverschämte Frage. Eine Frage, die ausgestorben sein sollte. Und doch haben sie vor nicht allzu langer Zeit Frauen wie Marina Abramovi? und Tracey Emin verneint. Und damit vielen Künstlerinnen Angst gemacht. Natürlich haben sich beide Frauen geirrt. Es gibt viele Gegenbeispiele. Wie Pipilotti Rist, Jenny Holzer, Isa Genzken, Katharina Sieverding, Marlene Dumas oder Kara Walker. Mehr noch unter der jüngeren Generation wie Alicja Kwade oder Cecily Brown.
Um einen Diskurs zu aktualisieren und weiterzubringen müssen daher auch solche Fragen gestellt werden: Warum nimmt der Druck auf Mütter zu? Wie gestaltet sich die Kunst- und Kulturbranche als Arbeitswelt für Mütter? Was muss sich ändern, um Mütter nicht weiter zu benachteiligen? Was kann jede*r Einzelne tun? Und warum spielt die Mutterfigur im zeitgenössischen feministischen Diskurs eine marginale Rolle? Dieser Band richtet sich in erster Linie nicht nur an Mütter, sondern besonders an die, die potentiell mit Müttern zusammenarbeiten könnten. Also an alle.
Ganz konkret wird es mit Vorschlägen und Forderungen in dem Kapitel „Und es wäre möglich! Wie die Kunstbranche in der Arbeitswelt zur neuen Avantgarde werden könnte.“
Hier versammelt die Gastherausgeberin Larissa Kikol verschiedene Stimmen, die wirksame Lösungsvorschläge bereithalten.
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Ausführlicher Artikel
in der Monopol
zum Thema Kunst und Care
von Sascia Bailer.
Well done!
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Ausstellung: 31.10. bis 6.11.2023
Galerie der Künstler*innen, Maximilianstraße 42, München
Unter dem Titel Wir nähen an WUNSCH & WIRKLICHKEIT lädt K&K die Künstler*innen des Netzwerks ein, gemeinsam an einer raumgreifenden Textilskulptur zu nähen. In ihren Einzelteilen besteht diese aus mitgebrachten Textilien, die ganz individuell von den jeweiligen Familiensituationen der Künstler*innen zeugen. Beim gemeinsamen Nähen verbinden künstlerisch bearbeitete Bekleidungs-, Dekorations- und Industrietextilien sich gleichermaßen; auf Vorder- und Rückseite entstehen zwei unterschiedliche Gewirke wie Wunsch und Wirklichkeit; ein Diskurs über eine aktuelle Situation und zukünftige Visionen von Familie entsteht. Im Raum spannt sich das fertige Textil auf, an und unter dem weitergearbeitet wird, ergänzend werden in einem großformatigen Buch zugehörige Fotografien und Kurztexte gezeigt. Auch die Besucher*innen sind herzlich eingeladen bei den Nähaktionen mit zu nähen. Teilnehmende Künstler*innen: Termine Nähaktion vor Ort: Im Mittelpunkt von Malereien, Videoinstallationen und Workshops steht die Frage, wie wir die Gemeinschaft "Familie" heute leben und begreifen. Das Ausstellungsprojekt versammelt und erforscht existierende Modelle und diskutiert Utopien und Vorstellungen von Familie von 1968 bis heute. Teilnehmer*innen: Ergül Cengiz, Shirin Damerji, Alex Gerbaulet, Jakob Gilg, Monika Kapfer, K&K – Bündnis Kunst und Kind, Eva Kotátková & Dominik Lang, Joanna Lombard, Heidi Mühlschlegel, Judith Peters & Filib Schürmann, Cora Piantoni, Corinna Schnitt, John Smith, Stefan Wischnewski, Anna Witt, Esther Zahel Gesellschaftliche Entwicklungen und Dynamiken haben einen starken Einfluss auf das Konzept „Familie“. Suggeriert der Begriff allein ein stabiles und klares gesellschaftlich-soziales Modell, verbindet er in der Realität eine Vielzahl an gelebten Formen des Zusammenlebens. Beispiele dafür sind Patchwork-Modelle, Vielpersonenhaushalte, Generationen WG’s, Kleinfamilien und unendlich viele Kombination oder Variationen dieser, die sich nicht zuletzt aus der Pluralisierung der Familienmodelle und Erziehungsformen der 1968er herauskristallisiert haben. Im Fokus der Betrachtung eignet sich die Familie heute wiederum, um eine Gesellschaft zu spiegeln und nach ihrer Durchlässigkeit zu befragen. Familienmodelle widerspiegeln politische, gesellschaftliche und ökonomische Rahmenbedingungen und können exemplarisch dazu dienen, Aufschluss über den Realitätsbezug verschiedener politischer Diskussionen zu erhalten. Die Entscheidung über die Form des Zusammenlebens liegt nur zu überschaubaren Anteilen im privaten Bereich: Architektur und Stadtplanung haben einen genauso zentralen Anteil daran wie Staat und Politik: Das Modell Familie wird nicht zuletzt geregelt und definiert durch Vaterschaftsurlaub, Betreuungsgutscheine, Tagesschulen auf der einen Seite sowie durch die Gesellschaft aufgrund neuerer Frauenbewegungen mit ihren feministischen Befragungen von Rollenmodellen. Link Galerie der Künstler*innen |
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Die Fotos der Eröffnung sind online auf Facebook und Instagram
Foto der Festtafel kurz vor dem Start: Anna Schölß
Ausstellung 22. April bis 7. Mai 2023 Sa 22. April 16 Uhr Workshop für müde Eltern mit Susanne Schütte-Steinig Kulturwerkstatt HAUS 10, Kloster Fürstenfeld 10b, 82256 Fürstenfeldbruck 3 Hamburger Frauen, Alice Münch, Alicia Henry, Andrea Golla, Angela Stiegler, Anja Verbeek von Loewis, Anna Pfanzelt, Anna Schölß, Annabelle Mehraein, Anne Seiler, Annegret Bleisteiner, Christian Hartard, Christian Weiß, Christine Tanqueray, Conny Habbel, Dana Lürken, Daniel Goehr, Eliza Moser, Emanuel Mooner, Ergül Cengiz, Gabi Blum, Gabriele Drexler, Helena Heilig, Henrieke Ribbe, Ines Doleschal, Jessica Twitchell, Johannes Evers, Kathrin Wolf, Kathrina Rudolph, Katrin Bertram, Kirsten Kleie, Linnéa Schwarz, Luisa Koch, Luminiţa Mihailicenco, Magdalena Jooss, Marcia Breuer, Mizuho Matsunaga, Moritz Altmann, Nadja Baschang, Naomi v. Westphalen, Nina Radelfahr, Patricia Lincke, Patricia Wich, Peggy Meinfelder, Rachel Kohn, Regine Rode, Renate Liebel, Rosanna Schumacher, Samuel Fischer-Glaser, Sandra Zech, Simone Braitinger, Simone Egger, Sophia Süßmilch, Stefan Wischnewski, Susanne Schütte-Steinig, Thomas Splett, Ute Heim, Verena Hägler, Verena Seibt sowie mit den Initiativen: kunst+kind berlin, fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen, Mehr Mütter für die Kunst, Mothers* Warriors and Poets
Im April 2023 richtet K&K –Bündnis Kunst und Kind in der Kulturwerkstatt HAUS 10 in Fürstenfeldbruck anlässlich des 5-jährigen Bestehens von K&K mit mehr als 50 Künstler*innen eine Ausstellung aus, die zum einen retrospektiv auf das Schaffen der Initiative zurück blickt und zum anderen durch eine skulpturale Arbeit und performative Aktionen, die ortsspezifisch mit der Gruppe entwickelt werden, einen Blick auf Gegenwart und Zukunft wirft. Die Ausstellung ist ein partizipativ angelegter Künstler*innen Salon. Bei der Eröffnung bittet K&K Beteiligte und Besuchende an eine gemeinsame Festtafel und zum Diskurs, der durch Redebeiträge und performative Einlagen befeuert wird. Vor Ort entsteht live in einer eigens für die Ausstellung entwickelten Architektur eine gemeinsame Skulptur, die sich mit künstlerischen Gaben der K&K Künstler*innen füllt, die diese zum 5-jährigen Jubiläum beisteuern. Eine Schampus Edition wird das Treiben rund um die Festtafel begleiten und eine riesige Torte von der Künstlerin Dana Lürken in Zusammenarbeit mit der Münchner Konditorei Rischart, wird in Form eines Tortendiagramms auf Thematiken rund um die Situation von Künstler*innen mit Kindern hinweisen. Kuratiert von: Gabi Blum, Anna Schölß, Ergül Cengiz, Alicia Henry, Luisa Koch und Verena Seibt Gefördert von: Kulturwerkstatt Haus 10, K&K Crowdfunding, Konditorei Rischart, Bezirk Oberbayern, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
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Um die Ausstellung möglich machen zu können haben wir ein
K&K Krowdfunding eröffnet und extra ein K&K Pokervideo gedreht.
Hier geht es direkt zu Gofundme
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Alle Arbeiten sind online auf Instagram
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Über 100 Millionen Euro aus dem Corona-Hilfsprogramm Neustart Kultur sind in die bildende Kunst geflossen.
Eine Recherche von Deutschlandfunk Kultur zeigt: Mit der „Kulturmilliarde” wurden Galerien und Kunstmessen gefördert, ohne den Bedarf zu prüfen.
Auch die Stipendien für Künstler*innen wurden hinterleuchtet und wir haben zur Situation von Künstlerinnen mit Kindern Auskunft gegeben .
Bereits 2020 haben wir die Vergabe der Stipendien für Künstler*innen mit Kindern unter 7 Jahren von der Stiftung Kunstfonds mit einem offenen Brief scharf kritisiert.
Den Beitrag Tabu Mutterschaft: Über Kunstförderung und Neustart Kultur kann man hier nachhören: Link Deutschlandfunk Kultur
Wir hoffen, dass diese wirklich gut gemachte und sehr ausführliche Recherche von Fabian Dietrich dazu führt,
dass künftig Förderungen durch öffentliche Mittel nach besseren und an die Lebensrealität der Künstler*innen angepassten Kriterien vergeben werden.
Die ganze Recherche wird schrittweise auf Deutschlandkultur veröffentlicht und besprochen.
Wer mehr wissen will, dieser Podcast gibt zum Beispiel einen guten Einblick darüber wie die Recherche angegangen wurde.
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Der MK: Campus#5 „Breaking The Spell“ findet im Rahmen des gleichnamigen Festivals zu feministischer Performance und Praktiken des Zusammen-Seins an den Münchner Kammerspielen statt. Feministisch, queere Netzwerke und Kollektive aus der Münchner Stadtgesellschaft - und darüber hinaus - laden an diesem Wochenende alle Interessierten ein, über unterschiedliche Formate in Austausch zu kommen. Unter anderen stellen wir uns den Fragen nach der „sogenannten Augenhöhe“, „machtkritischen Kollaborationen“, dekolonialem Feminismus und möglichen Freiräumen für Künstler*innen mit Kindern um sichtbar bleiben zu können, obwohl uns neben familiärer und Lohn-Arbeit Zeit und Energie dazu fehlen. Natürlich sehen wir auch Performances des Festivals, geraten mit den eingeladenen Künstler*innen in Kontakt und essen zusammen. Workshop 3: „Dreitanz“ K&K engagiert aus dem eigenen Netzwerk die Künstlerin Susanne Schütte-Steinig um mit den Teilnehmer*innen eine Körperarbeit in einem offenen Setting zu entwickeln. Teilnehmer*innen und K&K Künstler*innen formen hierbei ein forschendes Kollektiv, das neue Erfahrungen und Eindrücke heraufbeschwört. Es ist Freitag Nachmittag. Alle sind müde, die Woche war lang, die Kinder wollen aus der Kita abgeholt werden. Die Tage gehen immer früh los und enden spät. Kinder, Kunst und Kohle – ein Dreitanz der gemeistert werden will, jede Woche, jeden Tag. Doch was ist mit Selbstpflege, Müßiggang, Freizeit? Wo bleiben die Pausen, die Auszeiten, das Durchatmen? Wie können wir als Künstler*innen mit Kindern sichtbar bleiben und uns freien Raum schaffen, obwohl uns neben familiärer und Lohn-Arbeit Zeit und Energie fehlen? Wie gehen wir um mit dem Anspruch an unsere ständige Verfügbarkeit und Aufmerksamkeit? Reicht uns die Anerkennung, die wir verdienen für unbezahlte und unsichtbare Arbeit? Und wie können wir das in einem Workshop an Teilnehmer*innen vermitteln und daraus etwas gemeinsam entwickeln? Susanne Schütte-Steinig (SSS) verbindet die Disziplinen bildende Kunst, Architektur und Tanz in Personalunion. Sie spürt Räumen nach, sie erkundet das Unsichtbare, sie studiert Begegnungen. SSS ist Forscherin im Zwischenraumlabor. Mit ihrer Arbeit will sie körperliche und geistige Grenzen überschreiten. In interaktiven Skulpturen und performativen Laborsituationen lädt sie dazu ein, sich selbst zu spüren und die Perspektive auf sich selbst und die Welt zu verändern. Es geht um Kontakt, Kommunikation und die eigenen Grenzen. |
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K&K Installation im Cohaus Kloster Schlehdorf, Foto: Thomas Splett
Gruppenausstellung in der ehemaligen Krankenstation des Kloster Schlehdorf
Vernissage am Samstag, 09.07.2022, 14.00 Uhr
Sa, 09. – So, 10.07.2022 jeweils von 14.00 – 19.00 Uhr geöffnet
Fr, 15. – So, 17.07.2022 jeweils von 14.00 – 19.00 Uhr geöffnet
Fr, 22. – So, 24.07.2022 jeweils von 14.00 – 19.00 Uhr geöffnet
Informationen zum Rahmenprogramm und
Anmeldung zu einzelnen Veranstaltungen unter
www.cohaus-schlehdorf.de/care
K&K – Bündnis Kunst und Kind München |
Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 8. Juli 2022
Fotos der Ausstellung auf Facebook
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Videopremiere
Im Juni 2021 veranstaltete K &K – Bündnis Kunst und Kind im Geranienhaus im Nymphenburger Schlosspark eine Pokalausstellung, zu der gemäß dem Motto "Die Blumen des Sieges gehören in viele Vasen“ (Zitat: Michael Schumacher) 50 Künstler*innen 50 Pokale oder pokalähnliche Objekte beisteuerten. Die Pokale wurden verschiedenen Nutzen und Empfänger*innen gewidmet und sind seit dem Ende der Ausstellung als Leihgabe bei 50 Pokalpat*innen, die die Ausstellung als Mäzen*innen begleiteten. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation die als Lektüre begleitend Texte zu den verschiedenen Arbeiten liefert und fragen über das Siegen, die dazugehörigen Niederlagen, über Hoffnungen oder diverse Unzulänglichkeiten behandeln. Beteiligte Künstler*innen: Louisa Abdelkader, Uli Aigner, Nadja Baschang, Katrin Bertram, Annegret Bleisteiner, Gabi Blum, Marcia Breuer, Ergül Cengiz, Claudia Djabbari, Ines Doleschal, Elke Dreier, Simone Egger, Raymond Gantner, Rebecca Grollmann, Conny Habbel, Ute Heim, Heike Jobst, Kirsten Kleie, Victoria Kleinecke, Luisa Koch, Rachel Kohn, Patricia Lincke, Dana Lürken, Salima Mansouri, Annabelle Mehraein, Peggy Meinfelder, Luminita Mihailicenco, Emanuel Mooner, Gabriele Obermaier, Andreas Peiffer, Helena Pho Duc, Nina Radelfahr, Henrieke Ribbe, Regine Rode, Kathrina Rudolph, Hank Schmidt in der Beek, Anna Schölß, Malina Schölß, Susanne Schütte Steinig, Linnéa Schwarz, Verena Seibt, Anne Seiler, Szpilman Award, Thomas Splett, Christine Tanqueray, Stephanie Trabusch, Anja Verbeek von Loewis, Christian Weiß, Elke Zauner, Markus Zimmermann, Soundtrack by: Jake the Rapper |
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Es ist wieder Sommer!
Aktion bis 31.12.2021
Für jedes Bild, das Sie von einer Künstlerin bei Bildergipfel kaufen, gehen 10% als Spende
an den Sozialfonds des BBK München und Oberbayern e.V.
der sie zusammen mit K&K – Bündnis Kunst und Kind an in Not geratene
Künstlerinnen mit Kindern vergibt.
Berthe Morisot, Hilma af Klint, Suzanne Valadon, Olga Rosanowa
Alexandra Exter, Sophie Taeuber-Arp, Marianne von Werefkin, Paula Modersohn-Becker
Ida Gerhardi, Elfriede Lohse-Wächtler, Eva Gonzalès, Rosa Bonheur, Marie Bracquemond,
Jeanne Hébuterne, Séraphine Louis
www.bildergipfel.de
![]() Der Pokal Booklet zur Ausstellung im Geranienhaus 17.-20. Juni 2021 Bild- und Textbeiträge von 50 Künstler*innen 108 Seiten, 50 farbige Abbildungen € 15,- Booklet online blättern ![]() MY WIFE IS HAVING A SHOW MY MOM IS HAVING A SHOW MY FAMILY LOVES MY SHOW T-Shirt Edition von Henrieke Ribbe für Damen, Herren, Kinder Größen nach Anfrage € 25,- ![]() |
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![]() Mehr Mütter für die Kunst Marcia Breuer www.mehrmütterfürdiekunst.de Baumwolltasche mit langen Henkeln, Oeko-Tex Standard 100 € 7,- * |
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![]() K&K Geschirrtücher Siebdruck auf Bio Baumwolle erhältlich mit Spruch K&K ist für Dich da oder nur mit Logo € 17,- |
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Support your K&K Artists!
Bei Kaufinteresse schreiben Sie bitte eine E-Mail mit dem Titel der gewünschten Arbeit
und dem Künstler*innenname an:
hallo@kundk.xyz
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Louisa Abdelkader Uli Aigner Nadja Baschang Katrin Bertram Annegret Bleisteiner Gabi Blum Marcia Breuer Ergül Cengiz Claudia Djabbari Ines Doleschal |
Elke Dreier Simone Egger Raymond Gantner Rebecca Grollmann Conny Habbel Ute Heim Heike Jobst Kirsten Kleie Victoria Kleinecke Luisa Koch |
Rachel Kohn Patricia Lincke Dana Lürken Salima Mansouri Annabelle Mehraein Peggy Meinfelder Luminita Mihailicenco Emanuel Mooner Gabriele Obermaier Andreas Peiffer |
Helena Pho Duc Nina Radelfahr Henrieke Ribbe Regine Rode Kathrina Rudolph Hank Schmidt in der Beek Anna Schölß Malina Schölß Susanne Schütte Steinig Linnéa Schwarz |
Verena Seibt Anne Seiler Szpilman Award Thomas Splett Christine Tanqueray Stephanie Trabusch Anja Verbeek von Loewis Christian Weiß Elke Zauner Markus Zimmermann |
Was heißt es heute für uns, als Künstler*innen zu leben und zu arbeiten? Welche Bedingungen und Voraussetzungen sind notwendig? Wollen wir uns weiter den Auszeichnungen von außen unterwerfen oder unser eigenes System erfinden? Schaffen wir es, ohne Ranking unsere Position zu finden? Machen Förderungen grundsätzlich eine eigenwillige Kunstlandschaft zu Nichte und regiert ohne Förderungen der Markt alleine? Wollen wir überhaupt solidarische Leistungen bewerten und auszeichnen? Der inhaltliche Schwerpunkt zum jeweiligen Pokal wird von den Künstler*innen selbst gewählt, es entstehen Pokale mit den unterschiedlichsten Widmungen oder Bestimmung sowie Nichtbestimmungen. Zu jedem Pokal gibt es einen Text, der zusammen mit dem Pokal zur inhaltlichen (kontextuellen) Verortung präsentiert wird. Die Pokale werden an Pat*innen verlost, die ideell und monetär für ein Jahr Verantwortung übernehmen und als Multiplikator*innen das jeweilige Thema des Pokals weitertragen und das K&K Netzwerk erweitern. Das Projekt wird gefördert von der Steiner Stiftung und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Spenden willkommen: https://gofund.me/05892c76 |
Im August schrieb die Stiftung Kunstfonds im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR Stipendien für Künstler*innen mit Kindern unter 7 Jahren aus. Vergeben wurden bei 826 Anträgen (497 w, 323 m, 6 d), 94 Förderungen (44 w, 47 m, 3 d). 8,8% der Anträge von Frauen, 14,6% der Anträge von Männern und 50% der Anträge von divers waren erfolgreich. Zusammen mit unseren Schwesterinitativen k + k berlin und Mehr Mütter für die Kunst. Hamburg haben wir mit offenen Briefen diese Vergabe kritisiert. Die Antwort der Stiftung Kunstfonds ist mehr als ernüchternd, sie entzieht sich ihrer Verantwortung mit den Worten „…die Frage der Bedürftigkeit liegt vielmehr in der solidarischen Verantwortung der Bewerber*innen.“ und verweist auf die künstlerische Qualität als Vergabekriterium und darauf, dass es sich bei diesem Stipendium nicht um eine wirtschafliche Hilfe handelt. Von einer bundeseigenen Stiftung hätten wir uns hier mehr Umsichtigkeit und gesellschaftlichen Weitblick erwartet, denn dies ist ein leider grundsätzlicher Fehler, der sich durch alle Programme von NEUSTART KULTUR zieht. Wir müssen davon ausgehen, dass die Vorgabe „Künstler*innen mit Kindern“ nur als Vorwand zur Eingrenzung der Bewerber*innenzahlen verwendet wurde, wenn die Problematik, die damit verknüpft ist, bei der Vergabe keine Rolle spielt. Unsere Fragen wurden leider nicht beantwortet. Ein Stipendium für Künstler*innen mit Kindern sollte vorrangig an Frauen vergeben werden, denn sie sind es, die den Hauptteil der Care Arbeit übernehmen und ihre Karriere der Familie wegen zurück stellen und das ganze potenziert sich auch noch während dieser Pandemie. Neben der Qualität der künstlerischen Arbeit müssen zudem die wirtschaftliche und soziale Situation der Bewerber*innen berücksichtigt werden. |
Offener Brief als PDF Version (160KB)
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Foto: Constanza Meléndez
Zum Nachlesen:
Publikation
fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen
mit allen Redebeiträgen von der Demo zum Weltfrauentag am 8. März 2020
vor der
alten Nationalgalerie, Berlin
fair share! PDF Booklet (2,3MB)
Gruß zum Muttertag im Mai 2020
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Gabi Blum (K&K – Bündnis Kunst & Kind München) Am Sonntag den 3. Mai 2020 ensteht das Video „Kinder Kunst Corona“ relativ spontan als One Shot. Vier Künstlerinnen aus verschiedenen Städten treffen sich online um sich nach sieben Wochen Lockdown über die Situation der Künstlerinnen in Elternschaft auszutauschen. Ein roher, ungeschnittener und fast dadaistischer Dialog ensteht, denn zuvor wurden weder der konkrete Ablauf noch die Inhalte abgesprochen. Die Künstlerinnen reagieren spontan und zufällig aufeinander, sie tragen vorbereitete und freie Texte vor, die sie selbst formuliert oder aus dem Umfeld gesammelt haben, die aus der aktuellen Berichterstattung herausgenommen wurden oder Zitate von Politiker*innen und anderen Verantwortlichen sind. Im Videomitschnitt entsteht eine besondere Art von künstlerischer Performance, die das Stimmungsbild dieser seltsamen Zeit in seiner ganzen Vielfalt abbildet. Die Corona-Krise hat neben den dramatischen gesundheitlichen Gefahren auch einen anderen Aspekt: Sie verstärkt krankhafte Systeme und Dynamiken, die bereits existieren und deckt diese unerbittlich auf. Dass Care-Work und die Gleichstellung der Frauen im Jahre 2020 wieder auf ein Niveau der 50er Jahre zurückgefallen sind, ist eigentlich gar nicht so überraschend. Auch die Kulturbranche trifft der Totalausfall besonders hart, man kann sich also vorstellen, was das für die Situation der Künstlerinnen mit Kindern bedeutet. Dennoch heißt es gemeinhin: In der Krise sollen die Menschen zusammenstehen, so die Politiker*innen. Dass aber größtenteils die Frauen wieder einmal wie selbstverständlich ihre berufliche Tätigkeit und finanzielle Unabhängigkeit drastisch und klaglos einschränken und den Hauptteil der Care-Arbeit übernehmen, weil Betreuungseinrichungen geschlossen werden, hat erstmal so richtig niemanden empört. Vermutlicherweise liegt das daran, dass Eltern wie auch Künstlerinnen oftmals eine schlechte bis gar keine Lobby haben, die sich, vor allem jetzt, für ihre Interessen einsetzen kann. Doch die Übernahme von Kümmer-Tätigkeiten sind ein notwendiger Akt der Solidarität und Kinder vielleicht die systemrelevanteste Gruppe die es gibt! Dass diese Verpflichtung zur Solidarisierung aber für männliche Arbeitnehmer und Chefetagen nicht zwingend geltend gemacht wird, sowie der Fakt, dass man kaum Videobotschaften von Frauen findet, motivierte die Protagonistinnen zu diesem Video. www.kundk.xyz |
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K&K fährt nach Berlin im März 2020
Demo * vor der alten Nationalgalerie, Berlin * Weltfrauentag 8. März 2020
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Facebook Event: www.facebook.com/events/123222612440047/
Auszug aus der Pressemeldung
Einführung von deutlich mehr und gezielten Förderungen und Preisen für
Künstlerinnen aller Altersstufen |
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K&K Kongress im Sardenhaus 2019
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K&K Ausstellung im Kloster Schlehdorf 2018
Foto: Ivan Baschang
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Wer ist K&K?
K&K wurde 2018 als eine der ersten Initiativen im Kontext Kunst und Care von Gabi Blum und Anna Schölß
in München gegründet und hat mittlerweile eine beratende Pionierinnen-Rolle
bei den zahlreichen weiteren Initiativen im deutschsprachigen Raum,
die sich in den Folgejahren gründeten.
Aufgrund der empirischen und sehr praxisorientierten Forschung,
die K&K seit 2018 über die Netzwerk- und Ausstellungsarbeit betrieben hat,
existiert eine breitere Diskussionsgrundlage in der Debatte über Kunstproduktion und Fürsorgearbeit.
K&K bewegt sich an der Schnittstelle von künstlerischem Kollektiv und politischer Initiative
und hat für Künstler*innen mit Careaufgaben in den letzten Jahren eine wichtige Plattform geschaffen,
veranstaltet Ausstellungen, diskursive Treffen, Aktionen im öffentlichen Raum und schickt regelmäßig Newsletter.
Bei allen Aktionen geht es um Netzwerkbildung, das gemeinsame Arbeiten an Projekten
sowie das Bündeln von Informationen.
K&K setzt sich im Schulterschluss mit den Schwesterinitiativen kunst + kind berlin, Mehr Mütter für die Kunst (Hamburg),
fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen, (Berlin), mothers*, warriors and poets aus Stuttgart
und weiteren dafür ein, die Arbeitsbedingungen für Künstler*innen mit Kindern und anderen Care Aufgaben zu verbessern.
Aktuell pflegt K&K ein ständig wachsendes Netzwerk von 170 Künstler*innen aus dem Großraum München.
Jeder und jede kann sich der Gruppe anschließen.
Schickt einfach eine kurze E-mail an: hallo@kundk.xyz
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Was hat K&K gemacht?
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